Steckbrief Michael Sachse
- Seit 2003 bei der IAV
- Aufgabenbereich: Entwicklungsingenieur
- Privat: Fußball spielen und reisen
Wie sag ich´s meinem Auto?
„Beim Fahrzeugaufbau, dem Sensor- und Energiekonzept, der Softwarearchitektur sowie bei den Tests haben wir unser Know-how eingebracht“, erläutert Sachse. „Die Anforderungen waren sehr hoch und wir haben in erstaunlich kurzer Zeit gute Ergebnisse erzielt.“ Der Entwicklungsingenieur hat dabei die Erfahrung gemacht: „Wenn ein paar fitte Leute an einem Strang ziehen, geht enorm viel!“ Das gesamte Projekt lief über rund 15 Monate.
Eine wichtige Frage lautete: Wie erhält das Auto die nötigen Informationen – und wie werden sie verarbeitet? „Caroline“ orientiert sich über GPS-Daten. Das Auto kann bis auf einen Zentimeter genau manövrieren. Wie schnell es sich bewegt, bestimmt das Fahrzeug selbst. Welche Route zurückgelegt wird, geben Sachse und seine Kollegen im Vorfeld ein: „Wir schreiben ein Mission-File, in dem Ziel und Wegepunkte vorgegeben werden.“ Je nach Route liegen diese Punkte unterschiedlich weit auseinander. Das Fahrzeug kriegt über sieben leistungsstarke Rechner Input, ist mit mehreren Steuergeräten und rund 20 Sensoren ausgestattet.
Was „Caroline“ kann, hat sie bei der „Urban Challenge 2007“ bewiesen. Dieser Wettbewerb wird von einer Regierungsbehörde der USA organisiert. Von über 100 Fahrzeugen qualifizierten sich die Braunschweiger mit zehn anderen für das Finale: Die Autos sollten dabei einen 60 Meilen langen Kurs in größtenteils städtischem Umfeld bewältigen. Dabei mussten sowohl Hindernisse umfahren als auch die lokalen Verkehrsregeln beachtet werden. Mit auf der Strecke waren 30 Fahrzeuge, die den normalen Straßenverkehr simulierten. „Caroline“ hatte im Finale eine kleine Kollision erlitten und wurde mit verbogener Sensorik als fünftes Auto aus dem Finale genommen. Dies bedeutete am Ende einen hervorragenden siebten Platz.





