Steckbrief Martin Kellner
- Seit 2007 als studentischer Mitarbeiter und Praktikant bei der IAV
- Aufgabenbereich: Werkstudent im Bereich Powertrain/Mechatronik
- Aktivitäten: studiert Mechatronik an der TU München und absolviert ein Zusatzstudium bei der Bayerischen EliteAkademie; privat reist er gerne, fährt Ski und geht ins regelmäßig ins Kino
Welcome to Northville
Northville/Michigan? Das war auch für Martin Kellner lange ein unbeschriebenes Blatt. Heute ist der kleine Vorort Detroits, dem Zentrum der US-Autoindustrie, für ihn mit vielen Eindrücken verbunden: „In den zehn Wochen bei der dortigen IAV-Tochter habe ich wichtige Erfahrungen gesammelt“, betont der Student. Auch kleine Effekte stellten sich ganz nebenher ein: Englische Fachbegriffe etwa, die früher nicht so schnell von der Hand gingen, waren nach kurzer Zeit fester Bestandteil des gebräuchlichen Vokabulars. „Neben vielen fachlichen Aspekten war es vor allem spannend, ein amerikanisches Unternehmen im Arbeitsalltag von innen kennen zu lernen.“ Wenn es darum ging, pragmatische Lösungen umzusetzen, sind die Flexibilität und das Engagement der Mitarbeiter beeindruckend gewesen. Auch die hohe Dynamik, und der konstruktive Umgang mit Fehlern und Kritik haben ihm gefallen.
Das Projektteam mit über 15 Kollegen hatte die Aufgabe, ein Erdgasfahrzeug zu entwickeln. Gemeinsam mit einem anderen Werkstudenten entwarf Kellner unter Leitung eines Ingenieurs die Hardware für die Tankanzeige. Mit diesem Projekt wird Neuland betreten: Das Fahrzeug soll ausschließlich mit Erdgas betrieben werden. „Im Vergleich zu bereits gebräuchlichen ‚Dual-Fuel‘-Modellen, die zusätzlich mit Benzin fahren, erfordert das einige technische Weiterentwicklungen“, erklärt Kellner. „Neben Details wie der Tankanzeige ist davon vor allem die Motorsteuerung betroffen.“ Kellners Praktikum in Northville war noch mit einer zweiten Aufgabe verbunden. Er hielt dort einen einstündigen Vortrag im Dienste des Wissenstransfers: Die amerikanischen Kollegen lernten durch den Besucher ein von der IAV in Deutschland entwickeltes Softwaretool für die Automatisierung im Bereich Applikation kennen.
Als Martin Kellner den Studiengang Mechatronik und Informationstechnik an der Technischen Universität München antrat, erlernte er die Grundlagen der Elektrotechnik. Diese wurden in den USA mit Leben gefüllt: „Aus theoretischem Wissen wurde richtig, anwendbares praktisches Wissen“, erinnert er sich. Der Weg zur Fahrzeugtechnik bahnte sich durch einen Kommilitonen an, der bereits bei der IAV als Werkstudent gearbeitet hat. Mit Beginn des Hauptstudiums bewarb Kellner sich ebenfalls. Ein knappes Jahr machte er bei der IAV in München Abgasrollentests, führte Versuchsfahrten durch, wertete Messungen aus und schrieb kleinere Computerprogramme. „Als dann die USA-Exkursion anstand hat mein Teamleiter die Türen für das Praktikum in Northville geöffnet – das war eine große Hilfe und hat mir viel gebracht!






