Video: Interview mit Daniel Tittel
Steckbrief Daniel Tittel
- Seit 2008 bei der IAV
- Aufgabenbereich: Entwicklungsingenieur für Batteriesysteme und Energiemanagement
- Privat: Salsa tanzen, Keyboard und Bass spielen, im Chor singen
Weniger ist mehr
Wie spannend elektrische Antriebe sein können, hat Daniel Tittel von einem Freund erfahren: „Nach sechs Semestern Elektrotechnik mit Schwerpunkt auf Kommunikation machte er mich auf das Projekt ‚fortis saxonia‘ aufmerksam.“ Das studentische Forschungsprojekt der Technischen Universität Chemnitz wird von rund 20 Mitgliedern getragen: Studierenden, Absolventen und Ehemaligen. Das Team arbeitet interdisziplinär an der Entwicklung eines leichten, energiesparenden Fahrzeugs. Unterstützung erfährt das Projekt dabei von der IAV, die sowohl Know-how als auch finanzielle Mittel bereitstellt. Der Antrieb, an dem dort gearbeitet wird, besteht aus einem Elektromotor in Kombination mit einer Brennstoffzelle. „Schon nach kurzem Reinschnuppern, war ich schnell begeistert,“ schwärmt Tittel. „So ein extrem effizientes Fahrzeug ist einmalig!"
Nachdem Tittel im Jahr 2005 in das Projekt eingestiegen war, vertiefte er sich Schritt für Schritt in Antriebs- und Fahrzeugtechnik. Weitere Perspektiven eröffnete ihm zudem der einjährige Aufenthalt in Schweden: 2007 studierte er an der Technischen Hochschule in Göteborg und schrieb dort auch seine Diplomarbeit. „Da habe ich mich intensiv mit Windkraft und Diesel-Hybrid-Systemen befasst“, erinnert sich Tittel. „Seinerzeit begann ich, mich für erneuerbare Energien in enger Verbindung mit Elektrofahrzeugen zu begeistern.“ Die Grundidee: Autos - die elektrisch betrieben werden - können die in ihren Akkus gespeicherte Energie wieder an das Stromnetz zurückgeben, wenn sie länger parken. Damit ließen sich Schwankungen im Stromnetz ausgleichen – etwa wenn Windräder stillstehen oder Solarzellen nichts einspeisen. „Die technischen Möglichkeiten für so etwas sind vorhanden“, betont Tittel. „Aber es fehlt vor allem noch an Standards.“
Bei „fortis saxonia“ wird am anderen Ende der Energiefrage getüftelt: Dort geht es darum, Autos möglichst sparsam zu konstruieren. Wie weit das heute bereits gehen kann, beweist das sächsische Team samt seiner Konkurrenten jedes Jahr beim „Shell Eco-marathon“. Der Grundgedanke des Wettbewerbs: Die Teilnehmer sollen ein Fahrzeug entwerfen und konstruieren, das mit dem Energieequivalent von einem Liter Super Kraftstoff die größtmögliche Entfernung zurücklegt und dabei so wenig Schadstoffe wie möglich ausstößt. Der derzeitige Rekord liegt bei 3.382 Kilometern. Dies entspricht der Strecke von Berlin nach Moskau und retour oder einem Verbrauch von nur 0,026 Litern auf 100 Kilometer. Beim Shell Eco-marathon stellen sich jedes Jahr über 3.000 junge Menschen aus mehr als 20 Ländern dem größten europäischen Wettbewerb für nachhaltige Mobilität.
„fortis saxonia“ schaut bereits guten Mutes auf das Jahr 2009: Im Mai dieses Jahres wird das Team nämlich fast so etwas wie ein Heimspiel haben: Der Wettbewerb wird dann auf dem Lausitzring stattfinden. Bei der Hin- und Rückfahrt dürfte sich den Chemnitzern mit ihrem Fahrzeug wohl kaum die Frage nach dem Energieverbrauch stellen.
Weitere Informationen finden Sie auf www.fortis-saxonia.de und www.shell.com
Nachdem Tittel im Jahr 2005 in das Projekt eingestiegen war, vertiefte er sich Schritt für Schritt in Antriebs- und Fahrzeugtechnik. Weitere Perspektiven eröffnete ihm zudem der einjährige Aufenthalt in Schweden: 2007 studierte er an der Technischen Hochschule in Göteborg und schrieb dort auch seine Diplomarbeit. „Da habe ich mich intensiv mit Windkraft und Diesel-Hybrid-Systemen befasst“, erinnert sich Tittel. „Seinerzeit begann ich, mich für erneuerbare Energien in enger Verbindung mit Elektrofahrzeugen zu begeistern.“ Die Grundidee: Autos - die elektrisch betrieben werden - können die in ihren Akkus gespeicherte Energie wieder an das Stromnetz zurückgeben, wenn sie länger parken. Damit ließen sich Schwankungen im Stromnetz ausgleichen – etwa wenn Windräder stillstehen oder Solarzellen nichts einspeisen. „Die technischen Möglichkeiten für so etwas sind vorhanden“, betont Tittel. „Aber es fehlt vor allem noch an Standards.“
Bei „fortis saxonia“ wird am anderen Ende der Energiefrage getüftelt: Dort geht es darum, Autos möglichst sparsam zu konstruieren. Wie weit das heute bereits gehen kann, beweist das sächsische Team samt seiner Konkurrenten jedes Jahr beim „Shell Eco-marathon“. Der Grundgedanke des Wettbewerbs: Die Teilnehmer sollen ein Fahrzeug entwerfen und konstruieren, das mit dem Energieequivalent von einem Liter Super Kraftstoff die größtmögliche Entfernung zurücklegt und dabei so wenig Schadstoffe wie möglich ausstößt. Der derzeitige Rekord liegt bei 3.382 Kilometern. Dies entspricht der Strecke von Berlin nach Moskau und retour oder einem Verbrauch von nur 0,026 Litern auf 100 Kilometer. Beim Shell Eco-marathon stellen sich jedes Jahr über 3.000 junge Menschen aus mehr als 20 Ländern dem größten europäischen Wettbewerb für nachhaltige Mobilität.
„fortis saxonia“ schaut bereits guten Mutes auf das Jahr 2009: Im Mai dieses Jahres wird das Team nämlich fast so etwas wie ein Heimspiel haben: Der Wettbewerb wird dann auf dem Lausitzring stattfinden. Bei der Hin- und Rückfahrt dürfte sich den Chemnitzern mit ihrem Fahrzeug wohl kaum die Frage nach dem Energieverbrauch stellen.
Weitere Informationen finden Sie auf www.fortis-saxonia.de und www.shell.com






