Steckbrief Jörn Schmidt
- seit 2007 bei der IAV
- Auszubildender bei der IAV (Technischer Produktdesigner)
- Hobby: Bildbearbeitung am Computer
Vom CAD-Modell zur Seifenkiste
Die zweite Antwort ist persönlicher Natur. Der 19-jährige beschreibt, was er unter anderem in seiner dreijährigen Ausbildung bei der IAV macht: „Eine Seifenkiste konstruieren“. Was nach einer unterhaltsamen Freizeitbeschäftigung klingt, ist bei genauerem Hinsehen „learning-by-doing“. Denn nichts anderes machen Technische Produktdesigner, die bei der IAV arbeiten: Sie unterstützen die Bauteilkonstruktion für Fahrzeuge – statt Seifenkisten sind es dann Bauteile von „richtigen“ Fahrzeugen. „Das hat also nicht nur Spaß gemacht, sondern war auch inhaltlich spannend.“
Schmidts Aufgabe bestand darin, die Außenhaut der Seifenkiste zu entwerfen. Hierfür nutzte er das selbe Instrument, welches auch später in seinem Job zum Einsatz kommt: Das CAD-System Catia V5. Mit dieser Software werden dreidimensionale Flächenverbände oder Volumenmodelle erstellt. Daraus können direkt Fertigungsdaten, aber auch Entwurfszeichnungen oder animierte Visualisierungen der Objekte abgeleitet werden. Diese Volumenmodelle ermöglichen mit Hilfe weiterer Software verschiedenste Simulationen durchzuführen, etwa Belastungssimulationen, Strömungssimulationen oder Crashsimulationen. Die von Schmidt entworfene Außenhülle sollte ihren konstruktiven Zweck ebenso erfüllen, wie optisch durch ansprechendes Design überzeugen.
Beim Projekt „Seifenkiste“ geht es aber nicht nur darum, die Konstruktionstechniken kennen und beherrschen zu lernen. „Auch andere Auszubildende, die in verschiedenen Bereichen tätig sind, bringen sich bei diesem Vorhaben ein“, betont Schmidt. So lernen die Beteiligten neben den handwerklichen und technischen Fähigkeiten auch wichtige kommunikative Aspekte des Jobs kennen. Erst die funktionierende Kooperation führt zum Erfolg – in der Ausbildung wie im Job.
So ganz unvorbereitet kam Schmidt nicht zur IAV: Nach der Realschule hat er zunächst eine Informatikschule besucht. Im Laufe eines Jahres wurde er mit Klassikern wie Microsoft-Office-Programmen, Programmiersprachen und der Hardware von Computern vertraut. Dass er sich in seiner Freizeit gerne mit der digitalen Bildbearbeitung beschäftigt deckt sich mit den beruflichen Anforderungen.





